Musik machen, Reports

Bunt gemischt wie nie – der 3. Miezenabend hat begeistert!

miezenabend_web_lov_1Ob Rapperin, Rockerinnen oder sanfte Stimmen, der dritte Miezenabend am 05.11.2016 war ein voller Erfolg und auch die anschließende Open-Stage rockte bis spät in die Nacht. Zu sehen gab es viele unbekannte Gesichter von außerhalb, aber auch einige Frankfurterinnen, die nicht zum ersten Mal bei uns auf der Bühne standen.

Eröffnet wurde der 3. Miezenabend mit einer ausdrucksstarken Performance von Dani (Vocals, Gitarre, Querflöte) und Ina (Cajon, Vocals) von der Band Lily Of The Valley. Das Mutter-Tochter Duo aus Bingen spielte für uns zwei Eigenkompositionen und ein irisches Traditional. Dani’s langjährige Bühnenerfahrung war deutlich zu spüren und auch Ina überzeugte durch Elan und Intensität. Besonders schön war es, die innige Kommunikation der Beiden auf der Bühne zu beobachten. Somit kam das Publikum in den Genuss eines Duos, welches voller Zufriedenheit, Freunde und Leidenschaft die Bühne rockte.

 

miezenabend_web_le_tDie nächste Musikerin kannten viele bereits vom ersten Miezenabend: Lara, die sich selbst am Klavier begleitete und deren Spezialität sehr gefühlvoll gesungene Popsongs sind. „People Help The People“ von Birdy war ihr berührender Opener, danach bekam sie Verstärkung durch ihre Freundin Emilia, die „Soulmate“, „Someone Like You“ und „Read All About It“ mit ihr sang und einmal auch an der Gitarre begleitete. Es heißt, die beiden wollen in Zukunft öfter zusammen spielen – wir sind gespannt!

 

 

miezenabend_web_vb_tWegen Krankheit kurzfristig eingesprungen waren Velvet Beyond, ein sehr ungewöhnliches und minimalistisches Duo, das sich stilistisch zwischen Pop, Rock und Jazz bewegt. Die Bandmitglieder bringen nur zu zweit einen vollen Sound mit Stimme, Rhythmus, Melodie und Tiefen auf die Bühne. Die Sängerin und Saxophonistin Verena B. übernimmt den gesanglichen und solistischen Teil, während die Bassistin Beate R. mit ihrem E-Bass und viel Wumms gleichzeitig für den gesamten musikalischen Unterbau sorgt. Tausendmal gehörte Klassiker wie „Come Together“ erklangen in interessantem neuen Gewand.

 

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Die nächste Musikerin, die 22jährige Singer-/Songwriterin Viviane Stern reiste extra aus Lünen (NRW) an. Eigentlich ist sie gar keine Newcomerin mehr, denn sie ist seit einigen Jahren als Straßenmusikerin unterwegs, hat im Duo mit einem Gitarristen gespielt und als Sängerin bereits einige Preise gewonnen. Seit einem Jahr jedoch arbeitet sie an einem Solo-Projekt, einem Album mit eigenen Songs, die eine spannende Mischung aus Zerbrechlichkeit und Power ausstrahlen. Noch dazu spielt sie sehr gut und ausgefallen Gitarre, was besonders erstaunlich ist, da sie laut eigener Aussage erst seit einem Jahr Gitarre spielt! Das Publikum war jedenfalls restlos begeistert und forderte noch eine Zugabe auf der Open Stage.

 

miezenabend_web_sc_tAls letzten Act des Abends wurde das Publikum ZeugIn einer tollen Live-Performance der Rapperin Scapsis aus Heinsberg (bei Aachen). Pünktlich zur Veröffentlichung ihrer ersten EP „Old School“ präsentierte sie uns einige Tracks ihres Debüts;  den Anfang machte „Narbe im Gesicht“, in dem sie den Verlust ihres Vaters verarbeitet. Der Track „Old School“ zeigte eine ganz andere coole, flippige und lustige Seite von ihr. Scapsis riss das Publikum mit und der ganze Konzertraum sang die Hook. Die komplette Performance war ein voller Erfolg und wir sind gespannt, was wir in Zukunft von ihr hören werden.

 

 

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Hintere Reihe v. li: Lara, Emilia, Viviane, Beate, Verena, Scapsis & MELODITA Team Saliha, Ulrike, Jasmin; Reihe vorn v. li: MELODITA Team Johanna, Halie, Mane

Als Opener für die Open Stage erklang nach der Pause die brandneue Miezenabend-Hymne, die MELODITA-Projektleiterin Mane am Vortag fertig geschrieben hatte und mit E-Gitarre präsentierte.

Danach kam die bisher jüngste Teilnehmerin des Miezenabends auf die Bühne; Seren, 11 Jahre alt, sang das Lied „Schön genug“ der jungen Singer-/Songwriterin Lina Maly aus Hamburg auf ihre ganz eigene Weise.

Nach einer Zugabe von Viviane Stern betrat auch Scapsis noch mal die Bühne und rappte spontan mit dem Beatboxer Marvin. Da einige auch aus dem Publikum weit gereist waren, verlief sich danach alles ein bisschen. Während der Zuschauerraum sich leerte, wurde die Bühne immer voller bis am Ende alle hemmungslos mitjammten. Unsere traditionellen Publikumsgesänge entfielen diesmal leider, aber irgendwie hatten trotzdem alle ihren Spaß.

 

Fotos: Ulrike Osei-Owusu

(sm/jlb/uo/jg/ms)

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