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Meine Heldinnen: Lauryn Hill & Whitney Houston

LaurynHillMeine Vorbilder in der Jugendzeit waren allesamt Frauen. Ich habe auch viel Musik von Männern gehört, aber die fand ich dann eher „süß“, wie Nick Carter von den Backstreet Boys oder „voll cool“ wie Kc-n Jojo, Tupac, Notorius BiG usw. Sie waren nicht wirklich meine Vorbilder – abgesehen vom gesanglichen Talent. Ich bewunderte meistens Sängerinnen, die nicht nur toll singen konnten, sondern auch cool aussahen und diesen amerikanischen Hip-Hop Style hatten – mit außergewöhnliche Frisuren – diesen Zöpfen, den sogenannten „Braids“, wie Lauryn Hill sie in Sister Act hatte oder Tic Tac Toe im Musik TV. Dann war da auch noch das relaxte, geglättete Afrohaar, das Beyonce, Rihanna & Co. stolz in sämtlichen Musikvideos zur Schau trugen – ich fand das schon immer faszinierend und wollte das irgendwie auch haben. Nach einem teuren Friseurbesuch und verkohlten Stummeln auf dem Kopf lernte ich jedoch die Schattenseiten dieser Chemiekeule kennen und es blieb eine einmalige Angelegenheit. Es sah zwar ganz gut aus, aber das war es nicht wert, da bleibe ich doch lieber beim altbewährten Glätteisen.

Klar versuchte ich auch genauso zu singen, wie meine Vorbilder, was mir nicht immer ganz gelang: beispielsweise dieses Hoch und Runter, was Lauryn Hill immer gemacht hat – wie macht die das? Voll cool.. Oder „I will always love You“ von Whitney Houston zu schmettern, ja das habe ich mich sogar vor meiner Freundin getraut. Aber ob es sich tatsächlich gut angehört hat, das weiß ich bis heute noch nicht. Ich habe da so meine leisen Zweifel, aber es hat sich zumindest für mich toll angehört und Spaß gemacht.

Ich glaube Vorbilder hat man besonders in der Teenager-Zeit, wenn man noch nicht genau weiß, wer man ist und was man mag. Dann sieht man ein Bild von einer Frau und sagt sich: „So möchte ich auch sein.“ Man kauft sich dieselben Klamotten, schminkt sich genau so, macht sich die Haare, posiert stundenlang vor dem Spiegel und fühlt sich auf einmal auch so toll. Ein Vorbild kann ein Ideal sein, welches eine Richtung oder einen Style vorgibt, an dem man teilhaben kann. Heutzutage reicht es mir, ich selbst zu sein, ich habe meinen eigenen Style gefunden und brauche keine Vorbilder mehr. Ich finde dann alles nur noch „voll cool“.

(hs)

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