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THE ACES (USA) erstmals live in Deutschland – Interview mit der Newcomerband

The Aces („die Asse/Trümpfe“) sind eine vierköpfige Indie Pop-Band aus Utah (USA), die sich 2008 im Teeniealter gegründet hat. Sie besteht aus den Schwestern Cristal und Alisa Ramirez (Gesang/Gitarre und Schlagzeug) und ihren beiden Freundinnen McKenna Petty am Bass und Katie Henderson an der Lead-Gitarre. Vor kurzem haben sie ihre Debüt-EP „I Don’t Like Being Honest“ bei Red Bull Records veröffentlicht und wurden von der Presse bereits als „Artists To Watch in 2017“ gelistet. Am 21. September kommen sie zum ersten Mal nach Deutschland auf das renommierte Reeperbahnfestival in Hamburg. Im MELODITA-Interview erzählen sie von ihrer Bandgeschichte, wieso sie am liebsten live spielen und warum sie sich besonders auf Deutschland freuen.

Ihr wart erst 13 Jahre alt, als ihr Eure Band gegründet habt. Wie kam es dazu? War es normal für Kinder in Eurer Nachbarschaft, eine Band zu gründen?
Wir waren definitiv die einzigen Kids in unserem Alter und wahrscheinlich an unserer Schule, die eine Band hatten. Eigentlich fingen wir an, als Christal und Ich (Ken) 10 und Alisa 8 Jahre alt war. Christal und Alisa sind Schwestern und  sie wollten schon immer in einer Band sein seit sie klein waren. Sie sagten mir, ich solle mir einen Bass zu Weihnachten wünschen und dann haben wir eine Woche später eine Show gespielt. Alles passierte ganz natürlich.

Habt Ihr Unterstützung von Euren Familien, LehrerInnen, FreundInnen usw. bekommen?
Unsere Familien haben die Band immer stark unterstützt.Von Christal’s und Alisa’s Mutter, die Shows für uns gebucht haben, bis zu all unseren Familien, die Geld beigesteuert haben, damit wir unsere erste EP aufnehmen oder neues Equipment kaufen konnten. Sie haben uns wirklich geholfen, diese Band erfolgreich zu machen.Wir sind sehr froh darüber!

Ihr seid bereits eine erfolgreiche Band. Was hat Euch geholfen und was war hinderlich?
Dankeschön! Eine Musikkarriere zu verfolgen ist auf jeden Fall eine Herausforderung und Du musst hartnäckig sein und wirklich hart arbeiten. Es gab definitiv Zeiten, wo wir uns entmutigt fühlten oder Rückschläge einstecken mussten, aber wir haben uns schon in jungeren Jahren immer wieder Ziele gesetzt und zusammen im Team gearbeitet, um dorthin zu kommen, wo wir jetzt sind. Es geht wirklich um Teamarbeit und darum, sich gegenseitig zu ermutigen, auch wenn es schwierig wird.

Hattet Ihr Role Models/Vorbildern an Euren Instrumenten? Haben diese mit der Zeit gewechselt?
Ken: Mein Bass-Spiel ist sehr von Bands wie Tears for Fears, Depeche Mode, New Order und Tame Impala inspiriert. Das ist während unserer Karriere so ziemlich geblieben.

Katie: Ich hab immer zu Gitarristen aufgesehen wie Brian May von Queen und Jimmi Hendrix und war von Bands wie The Beatles und Weezer beeinflusst.

Christal: Bei mir sind es tolle Sängerinnen wie Whitney Houston, Jessie J, Aretha Franklin, Freddy Mercury, Hayley Williams und viele andere.

Woher nehmt Ihr Eure Inspiration für Eure Texte und „messages“?
Wir versuchen immer so ehrlich wie möglich zu sein, wenn wir unsere Musik schreiben. Alle Texte von unseren Liedern handeln von Erfahrungen, die wir gemacht haben, und Situationen, in denen wir selbst waren.

Wie entwickelt Ihr Eure Videos?
Jedes Video ist anders! Wir sind alle sehr an unseren Videos beteiligt, was das Konzept, die Visualiserung, die location, etc. angeht. Alisa (unsere Schlagzeugerin) hat bei zwei unserer Videos Regie geführr und sie hat es wirklich drauf.

Was würdet Ihr jungen Frauen raten, die Musik machen wollen? Habt Ihr irgendeinen Rat?
Unser Rat ist einfach es zu tun. Gehe energisch deinen Leidenschaften nach und höre nie jemandem zu, der versucht, die Tatsache, dass du eine Frau bist, zum Problem zu machen.

Wann werdet Ihr Eure erste LP veröffentlichen?
Bald! 🙂

Ihr seid eingeladen worden, am 21.09. auf dem Reeperbahn Festival zu spielen. Ist das Euer erster Trip nach Deutschland und was sind Eure Erwartungen?
Wir haben so viele tolle Sachen über Deutschland und Europa gehört! Wir können es kaum erwarten! Wir waren bisher nur in Schweden und fanden es total toll, deswegen freuen wir uns sehr drauf, alle unsere Fans in Deutschland zu treffen! Lustiger Fakt: Deutschland war das erste Land, das unser Debüt „Stuck“ auf dem Radio gespielt hat! Wir lieben Euch! <3

Was bedeutet es für Euch, live zu spielen?
Wir haben schon Liveshows gespielt, bevor wir irgendwas anderes gemacht haben. Für uns ist das Livespielen unser täglich Brot und das, womit wir uns als Band am meisten wohlfühlen. Es ist das beste Gefühl zu sehen, wie die Menge sich mit deiner Musik verbindet!

Wir haben ein Zitat von Euch gelesen, wo es heißt, Euer Video „Physical“ sei ein großer Mittelfinger an das, was von einer rein-weiblichen Band erwartet wird. Was waren das für Erwartungen, mit denen Ihr zu tun hattet?
Mit dem Video „Physical“ wollten wir uns die Kontrolle über das zurückholen, was wir glauben, was die Norm ist, wie Frauen sexuell in Musikvideos dargestellt werden. Wir wollten zeigen, dass Frauen nur aus Spaß intim werden oder total gelangweilt davon sein können, anstatt bedürftig und verzweifelt oder übersexualisiert zu sein.

MELODITA-Interview The Aces_englisch

Infos

(uo/m)

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