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Vagabon – „Infinite Worlds“

„Infinite Worlds“ ist das Debütalbum der 24jährigen amerikanischen Multiinstrumentalistin, Producerin und Sängerin Laetitia Tamko. Seit 2014 ist sie als Vagabon unterwegs und hat bereits die EP „Persian Garden“ veröffentlicht. Die ursprünglich aus Kamerun stammende Musikerin lebt seit ihrer Jugend in den Vereinigten Staaten. Ihre Musik ist von Musikstilen West-Afrikas inspiriert. Der erste Track des Albums „The Embers“ beginnt mit sanftem Gesang, es folgt ein sehr rockiger Part. Thematisch geht es darum, dass sie sich selber als einen „small fish“ bezeichnet, der von einem Hai gefressen wird; dort beschreibt sie das Gefühl, sich in der Gegenwart der Anderen unbedeutend zu fühlen. Der zweite Track „Fear And Force“ behandelt den Verlust eines Geliebten, der nach Vermont zieht und den sie sich zurückwünscht. Der vierte Track „Mal À L’aise“ stellt einen totalen Kontrast zum Vorangegangenen da; der Sound ist fast loungig, es gibt keine klar zu erkennende Songstruktur, der Gesang bleibt hintergründig. Der Song „100 Years“ wird RockliebhaberInnen sehr glücklich machen, während „Cold Appartment“ genau das verkörpert, was Vagabon’s Stärken ausmacht: eine gekonnte Mischung aus kraftvoll–schöner Stimme und wunderbar platzierten Rockelementen. Ganz aktuell ist Vagabon auf Tour durch Nordamerika, über sich selber sagt sie: „A lot of it is about finding space for myself, whether it is physical, emotional, social.“ Das Album „Infinite Worlds“ bietet einen vielfältigen Einblick in die Arbeit einer begabten Musikerin.

 

CD 2017, 8 Tracks (Father/Daughter Records)

Infos

(sm)

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