CD-Reviews

Wild Child – „Fools“

Wild Child besteht aus den beiden Musikerinnen Kelsey Wilson (Gesang, Violine) und Sadie Wolfe (Cello) sowie Alexander Beggins (Gesang, Ukulele), Matt Bradshaw (Trompete), Evan Magers (Keyboard), Chris D’Annunzio am Bass und Drew Brunetti an den Drums. Die Band kommt ursprünglich aus Austin in Texas, dort haben sie sich 2010 gegründet. Mit „Pillow Talk“ (2011) schlug ihr Debütalbum gründlich ein, nach dem zweiten Album „The Runaround“ wird jetzt die dritte CD „Fools“ veröffentlicht. Das Album „Fools“ setzt sich mit den Herausforderungen und Schmerzen am Ende einer (Liebes)-Beziehung auseinander. Darauf weisen auch Songtitel wie „Take it“ oder „The Cracks“ (deut. „Risse“) hin. Besonders zeichnet sich das Album durch den zweistimmigen Gesang aus, welcher bewusst platziert und als ein wunderschönes Stilmittel eingesetzt wird. Die Mischung aus Ukulele, Cello und Violine sorgt in der Verbindung mit Kelsey’s fast mädchenhafter Stimme für besonders fröhliche, leicht melancholische Gute Laune-Musik. In dem Song „Meadows“ (deut. „Wiese“) sind ein paar schöne, rhythmische Changes eingebaut, davon könnte das Album etwas mehr vertragen. So wirken die Songs an manchen Stellen für mein Empfinden etwas zu langweilig und lieb. Alles in allem ist „Fools“ aber ein schönes Musikstück. Wild Child schafft es, ein trauriges Thema in Watte einzupacken, so dass am Ende keine pure Verzweiflung, sondern Kraft und Lust auf das Neue steht. Zu den Highlights zählen der Song „Break Bones“ und „Saving Face“.

 

 

CD 2017, 12 Tracks (Dualtone Music)

Infos

(sm)

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