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Ausflug #28 K.Flay @ Zoom Frankfurt 11.11.2019

K.Flay hat bereits mehr als 15 Jahre Erfahrung im Musikbusiness und wurde zweifach für einen Grammy nominiert. Mit ihrem dritten Studioalbum „Solutions“ war die amerikanische Sängerin, Songwriterin, Multiinstrumentalistin und Produzentin nun auf großer Tour durch Europa, welche sie in Frankfurt beendete.

Den Abend eröffnet die quirlige Musikerin Your Smith, welche mit Feelgood-Pop und dem Wechsel zwischen Sängerin und DJ die Stimmung im Publikum anheizt und bereits bei den ersten Liedern einige zum Tanzen verleitet. Nach einer kurzen Umbaupause ist es dann soweit und die beiden Musiker von K.Flay, beide komplett weiß angezogen, betreten die Bühne und spielen den ersten Song an. Während alle sehnsüchtig die Sängerin erwarten hört man einen Einspieler in dem erzählt wird, dass die Welt voller Probleme scheint, aber wir nun Lösungen suchen – passend zum Album- und Tourtitel „Solutions“. Sobald K.Flay, auch in weiß mit T-Shirt und zerrissener Jeans, die Bühne betritt geht es ab und zusammen mit starker E-Gitarre und lautem Schlagzeug performt die Sängerin ihren ersten Song des Abends „Not In California“. Bereits der erste Eindruck ist positiv überraschend, da die Musik live noch fetziger und rockiger klingt, als auf CD. Was in der Studioaufnahme nach Elektro-Pop-Rock klingt, hat live noch mehr Power und klingt richtig schön rough. Das Publikum ist von Anfang an sichtlich begeistert und bewegt sich im Takt. Weiter geht es mit dem selbstbewussten Song „This Baby Don’t Cry“, der eine Nachricht an alle Hater ist und mit „Bad Vibes“, in dem sie negative Menschen aus ihrem Leben schneidet, wozu ihre Fans fast schon headbangen und ihre Arme nach oben strecken und mitwippen. Ihre außergewöhnliche Stimmfarbe passt perfekt zu ihren rauen Sound und macht die Lieder besonders. Ein Favorit des Publikums scheint ihr Song „Giver“ zu sein, zu dem das Publikum euphorisch mitsingt. Bei „Champagne“ und einigen anderen ihrer älteren Songs kann K.Flay außerdem ihre unglaublichen Rap-Künste unter Beweis stellen und lässt alle den Refrain „I feel it, I want it, I need it, I love it“ mitsingen. Nach der ersten, sehr starken Hälfte ihres Sets, wird es nun für zwei Songs deutlich ruhiger. Die Sängerin setzt sich auf einen Barhocker und zeigt sich mit ihren Songs „Nervous“ und „Can’t Sleeep“ von ihrer verletzlichen Seite. Anschließend werden wir mit „DNA“ wieder in den rockigeren Teil eingeleitet, bevor es bei „FML“ wieder richtig abgeht. Die letzten Songs ihres Sets sind gefüllt mit Groove, Rap und ganz viel Rock. Mit „High Enough“ liefert K.Flay so einen starken letzten Song, dass die Leute nicht anders können, als eine Zugabe verlangen. So singt die Sängerin als ersten Zugabetrack „Sister“ zu dem sich einige Zuschauer*innen in den Arm nehmen und mitschaukeln, während andere zum rockigen Refrain abgehen. Als allerletzten Song performt sie dann „Blood In The Cut“, was man definitiv als Banger und einen der Lieblingssongs des Publikums bezeichnen kann. Ein Song der recht ruhig beginnt, wird nach und nach immer größer, bis er im Refrain explodiert. Gegen Ende fordert die Sängerin das Publikum auf, sich nach unten auf den Boden so hocken, sodass alle im Refrain aufspringen und für den letzten Song nochmal alles geben. Somit bleibt allen nach diesem Highlight das Konzert sicherlich in guter Erinnerung. Es war Abend voller Energie, Headbanging, und wunderbar lauter Musik, die so ins Ohr ging, dass beim Verlassen des Clubs sogar der Security-Mann, der am Ausgang stand, beeindruckt meinte, was für ein gutes Konzert das war und was für eine starke Frau K.Flay ist. Eine Meinung, die wohl alle teilen, die das Konzert erlebt haben.